Sabine Knappitsch

Sekretär

Tierhilfe Steiermark

Tierhilfe Steiermark

3. Januar 2024
Sabine Knappitsch

Hast du eigene Haustiere? Wenn ja, beeinflussen diese deine Arbeit als Tierretterin? 

Ich teile mein Zuhause mit meinen 3 wunderbaren Katzen: Garfield, Amy Lee und Courtney. Die drei sind mein Ein und Alles und erinnern mich immer wieder daran, dass es leider nicht allen Tieren so gut geht wie ihnen und wie viele Tiere es da draußen gibt, die unsere Hilfe und Fürsorge benötigen. Meine große Liebe zu Tieren sowie meine eigenen Fellknäuel inspirieren mich täglich aufs Neue, mich für Tiere in Not zu einzusetzen.

Eine Geschichte oder Erfahrung, die dich bei deinen bisherigen Einsätzen besonders berührt hat? 

Eine besonders bewegende Erfahrung in der Tierrettung war die Abholung von mehreren Katzen nach dem Tod ihres Besitzers. Das gemeinsame Zuhause von Mensch und Tieren war in einem stark vernachlässigten Zustand und der Anblick der Katzen - inmitten dieser von Traurigkeit und Verlust geprägten Umgebung - hat mich tief berührt. Diese Erfahrung hat mir aufgezeigt, dass das Wohl von Mensch und Tier eng miteinander verknüpft ist und hat meine Sensibilität dafür gestärkt, dass Tierrettung sehr oft einen Beitrag zur Unterstützung von Tier UND Mensch leistet.

Wie gehst du persönlich mit den emotionalen Herausforderungen bei der Rettung von Tieren um? 

Die emotionale Seite der Tierrettung ist oft sehr intensiv. Jedes gerettete Tier erzählt seine eigene Geschichte von Überlebenskampf und Widerstandsfähigkeit. Es gibt Momente, die einen wirklich berühren, wenn man ein Tier aus schwierigen Umständen befreit. Leider lässt es sich aber nicht vermeiden, auch auf tragische und schwierige Fälle zu stoßen. 

Persönlich versuche ich, mich auf die kleinen Siege zu konzentrieren - der ausgebüxte Hund, der von seiner Familie wieder in die Arme geschlossen werden kann; die ausgesetzte Katze, die ein neues Zuhause findet; der verletzte Vogel, der wieder in die Freiheit entlassen werden kann. Positive Momente wie diese sind Lichtblicke inmitten vieler großer Herausforderungen.  

Die Liebe und das Vertrauen, das mir meine eigenen Tiere schenken, sind meine emotionale Unterstützung und erinnern mich daran, warum es so wichtig ist, für diejenigen einzutreten, die keine Stimme haben. Es ist ein Balanceakt zwischen Empathie und Selbstschutz, aber die kleinen Erfolge und die Dankbarkeit der geretteten Tiere machen diese Reise für mich lohnenswert. 

Was würdest du anderen Menschen raten, die darüber nachdenken, sich für die Rettung von Tieren zu engagieren? 

Jedem, der darüber nachdenkt, sich für die Rettung von Tieren zu engagieren, würde ich sagen: Hör auf dein Herz und fang einfach an! Sei dir dabei bewusst, dass die Arbeit in der Tierrettung zwar sehr erfüllen ist, aber auch eine große Herausforderung sein kann und die viele emotionale Höhen und Tiefen mit sich bringt.    

Wenn du dich dafür entscheidest, sei dafür bereit, mit Entschlossenheit und Mitgefühl zu handeln. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben und sich bewusst zu machen, dass nicht jede Tierrettungsgeschichte ein Happy End hat. Dennoch sind die Momente, in denen man das Leben eines Tieres positiv beeinflusst, unvergleichlich. Also, wenn dein Herz für Tiere schlägt, wage den Schritt – die Tierrettung braucht engagierte Menschen wie dich! 

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